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Andreas Ruth - vom Uhrmacher zum Orgelfabrikanten

Herzlichen Glückwunsch zum 200. Geburtstag

In diesem Jahr feiern wir den runden Geburtstag von Andreas Ruth, der am 26. Mai 1817 in Waldkirch geboren wurde. Grund genug, um diesem verdienten Mann und Begründer der weltberühmten Orgelbaudynastie A. Ruth & Sohn zu gedenken. Bei den Liebhabern von Konzert- und Jahrmarktsorgeln erregen die qualitativ besonders hochwertigen Produkte dieses Unternehmens stets besondere Aufmerksamkeit und stehen auch derzeit ganz besonders hoch im Kurs. Wenn Sie vielleicht anlässlich des diesjährigen, 12. internationalen  Waldkircher Orgelfestes vor einer großen prunkvollen Konzertorgel der Firma Ruth stehen, dann fällt es Ihnen vermutlich ein wenig schwer, sich vorzustellen, aus welch bescheidenen Anfängen das Unternehmen von Andreas Ruth geschaffen wurde. Beim Bestaunen der später in alle Welt gelieferten Instrumente, die unter der Ägide der nachfolgenden Generationen Adolf Ruth I und Adolf Ruth II entstanden sind, gerät der hohe Verdienst des Firmenbegründers Andreas Ruth gerne  etwas in den Hintergrund.

Zur Würdigung der Verdienste von Andreas Ruth präsentiert der Orgel-Förderkreis Waldkirch e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Waldkirch bzw. dem städtischen Elztalmuseum dieses Jahr eine besondere Ausstellung zum Leben und Wirken dieses Uhrmachers und Orgelbauers.  

Mitglieder des Orgel-Förderkreises und Mitarbeiter des Waldkircher Stadtarchivs haben anlässlich des Jubiläums die dort vorhandenen Bestände zu Andreas Ruth gesichtet und mit den Angaben in den bekannten Fachpublikationen verglichen. Einige besondere Dokumente zu Andreas Ruth werden auch in der Ausstellung zu sehen sein. Als Fazit der jüngsten Forschungen kann man die Ausführungen des Waldkircher Heimatforschers Hermann Rambach als grundsätzlich bestätigt betrachten, die er in dem Buch „Waldkircher Orgelbauer“ 1984 veröffentlicht hatte. So sei gerade auch dieses Buch alle denen empfohlen, die weitere und detailliertere Informationen zum Lebensweg von Andreas Ruth erfahren möchten.

Über die aktenkundigen Belege und verschiedene mündliche Überlieferungen hinaus ist das Schaffen von Andreas Ruth vor allem durch die von ihm gefertigten und bis heute erhalten gebliebenen (durchwegs besonders seltenen, teils einmaligen) Instrumente zu fassen. Die gemeinsame Auswertung und Betrachtung all dieser Quellen ermöglichen es uns, ein ungefähres Bild von seinem Leben und dem anfänglichen Schaffen der Firma A. Ruth & Sohn nachzuzeichnen:

Andreas Ruth wurde am 26. Mai 1817 als Sohn des Waldkircher Taglöhners Andreas Ruth und dessen Ehefrau Maria Ams geboren. Zur Frage der Lehrzeit sei hier H. Rambach zitiert: „Bei Christian Muckle in Furtwangen erlernte er die Spieluhrmacherei und hat zusammen mit Michael Dorer in Furtwangen Harfenuhren, auch mit beweglichen Figuren, zusammengebaut. Ums Jahr 1834 mag wohl die Lehrzeit vorüber gewesen zu sein und er kam nach Waldkirch zurück.“

Eine schöne und ganz typische Schwarzwalduhr, gefertigt von Andreas Ruth, ist erfreulicherweise erhalten geblieben und zweifelsfrei ein Werk aus dessen Zeit in Furtwangen. Leider haben wir keine Informationen darüber, wie viele dieser Uhren Andreas Ruth wohl selbst oder in Zusammenarbeit mit anderen Uhrmachern gefertigt hat. Die schöne handschriftliche Signatur in der Uhr belegt, dass Andreas Ruth in Furtwangen das Uhrmacher-Handwerk erlernt hatte. Darüber hinaus lassen verschiedene Indizien den Rückschluss  zu, dass es sich bei dieser Uhr um sein Gesellenstück handelt.

Schwarzwalduhr, erbaut von Andreas Ruth
Schwarzwalduhr, erbaut von Andreas Ruth, Privatbesitz
Handschriftliche Datierung und Signierung der Schwarzwalduhr, erbaut von Andreas Ruth im März 1835
Privatbesitz
Vermutlich schlossen sich der Lehre zum Uhrmacher die ersten Tätigkeiten im Bereich der Spieluhrenmacherei an, laut Rambach bei Michael Dorer aus Furtwangen. Im Schwarzwald waren im damals blühenden Spieluhren- und vor allem Uhrenbau viele Handwerker in unterschiedlichsten Gewerken und meist in Arbeitsteilung tätig. In Zusammenarbeit wurden so schließlich in rationeller Art und Weise die schönsten Werke geschaffen.  Zur Herstellung der teils recht komplexen, aus der Uhrmacherei abgeleiteten Mechaniken, z.B. für den Antrieb von sichtbaren Figuren etc., waren meist versierte und sich darauf spezialisierte Uhrmacher und Mechaniker tätig. In diesen Arbeitsbereich hat es Andreas Ruth offensichtlich damals im Schwarzwald geführt.

Wann genau Andreas Ruth wieder nach Waldkirch zurück kehrte und was ihn schlussendlich dazu bewog, ist aus den Akten  nicht belegbar. Es liegt aber auf der Hand, dass seine Rückkehr zumindest im Zusammenhang damit steht, dass der bereits erfolgreiche Spieluhrenmacher Ignaz Blasius Bruder gemeinsam mit seinem Sohn Xaver Bruder am 1. August 1834 das frühere Forstamtshaus in Waldkirch ersteigert und seine Werkstatt von Simonswald nach Waldkirch verlegt hatte. Als frisch ausgebildeter Uhrmacher und mit den Mechaniken von Spieluhren bereits vertrauter Fachmann war Andreas Ruth seinerzeit wohl ein willkommener Mitarbeiter im aufstrebenden Unternehmen Bruder. Für Andreas Ruth dürfte es eine überaus positive Entwicklung gewesen sein, dass sich nunmehr auch in seinem Heimatort Perspektiven bezüglich der von ihm gewählten Berufsrichtung ergaben.

Einige Jahre  arbeitete Andreas Ruth nun in Waldkirch. Leider ist es nicht aktenkundig, wo und wie lange er jeweils als Mitarbeiter beschäftigt war und welche Tätigkeiten er dabei jeweils ausführte. Hier kann man sich derzeit nur auf mündliche Überlieferung sowie die „Sprache der vorhandenen Werke“ stützen.

Laut Aussage von Frau Ida Ruth (Ehefrau von Adolf Ruth II) hat Andreas Ruth bei Ignaz Blasius Bruder gelernt. Aufgrund der profunden Erfahrungen als Mechaniker und der bereits erfolgten Ausbildung zum Uhrmacher  dürfte es sich in dieser Phase zunächst um eine Mitarbeit als Mechaniker gehandelt haben. Darüber hinaus dürfte sich Andreas Ruth bei Ignaz Blasius Bruder und dessen Sohn Xaver  die ihm noch fehlenden Kenntnisse zum Spieluhrenbau (z.B. den Bau von Windladen, Klaviaturen, Pfeifen etc.) angeeignet haben, womit er zu Recht auch als Lehrling von Ignaz und Xaver Bruder gilt. Zweifelsfrei gab es zwischen Ignaz Bruder, dessen Söhnen und Andreas Ruth gute Kontakte sowie eine berufliche Zusammenarbeit.

Den Verfassern ist derzeit lediglich ein Instrument bekannt, das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in der Phase der kurzen Zusammenarbeit von Ignaz Blasius Bruder und Andreas Ruth entstanden ist. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Flötenuhr, ganz im Stil wie derartige Instrumente seinerzeit vorwiegend im Schwarzwald gebaut wurden. Dennoch weist das Instrument verschiedene Besonderheiten auf. So weicht die Machart des Uhrwerkes von der typischen Schwarzwälder Art teilweise ab. Andererseits zeigt die Ausführung der Pfeifenregister die ganz charakteristische, so nur von Andreas Ruth und dessen Söhne bekannte Ausführung. Eine besonders aufwändig und ungewöhnlich konzipierte Balganlage sowie verschiedene weitere Ausführungsdetails weisen zudem auf einen Prototyp hin.
Schild und Pfeifenwerk einer Flötenuhr, Gemeinschaftswerk von Ignaz Bruder u. Andreas Ruth
Privatbesitz
Im Jahre 1841 machte sich Andreas Ruth in Waldkirch als Spieluhrenmacher selbstständig. Die Werkstatt entstand in der damaligen Kapellengasse, der heutigen Turmstraße. Dieses von seiner Mutter geerbte Anwesen ermöglichte Andreas Ruth den Bau eines Werkstattgebäudes im vorhandenen Hofraum. Verbunden mit diesem Erbe war die Pflicht, dass Andreas Ruth „seinen jüngeren Bruder Xaver Ruth unentgeltlich in der Kunst des Spieluhrenbaus zu unterrichten und ihm die Zeichnungen verständlich zu machen hat“.

In der Folge entwickelte sich das Unternehmen von Andreas Ruth sehr gut, und es wurden bereits viele eigenständige Instrumente gebaut. Sehr wahrscheinlich war Andreas Ruth seinerzeit auch noch in erheblichem Umfang als Lieferant von Teilwerken, z.B. Figurenmechaniken tätig. In dieser Phase belieferte er u.a. vermutlich verschiedene Spieluhrenmacher, Uhrmacher und Musikwerkbauer aus dem Schwarzwald, aber auch aus England. Umgekehrt hat aber auch Andreas Ruth von anderen Herstellern Teile wie z.B. Zahnräder, Klavierteile, Figuren etc., bezogen.  Auch hinsichtlich der Musik war Andreas Bruder damals auf „Zulieferer“ angewiesen. Erfreulicherweise existieren noch immer handschriftliche Arrangements, Noten und Partituren, die in Auftragsarbeit von Musikern für Andreas Ruth angefertigt wurden.
Notenpartitur
Mit den eigenständig gebauten und vertriebenen Instrumenten machte sich Andreas Ruth zunächst und insbesondere als Hersteller von schönen und aufwändig gefertigten sogenannten Rückenklavieren einen guten Namen. Dabei bezog er die geschnitzten Figuren aus dem Schwarzwald und fertigte in Waldkirch dazu die teils recht komplexen Mechaniken an. Nach und nach scheint es sich derart entwickelt zu haben, dass Andreas Ruth immer mehr Instrumente nicht nur selber vertrieben hat, sondern auch die dazu notwendigen Bauteile verstärkt in der eigenen, stets größer werdenden Werkstatt gefertigt wurden. Leider sind uns keine Zahlen darüber bekannt,  inwieweit Andreas Ruth seinerzeit schon Mitarbeiter beschäftigte.

Rückenklavier, mit beweglichen Figuren, erbaut von Andreas Ruth. Eigentum der Waldkircher Orgelstiftung
Der faktische Beweis für das erfolgreiche Arbeiten von Andreas Ruth war die Vergrößerung der Werkstatt in der Turmstraße. Zwischen 1863 und 1869 weisen die städtischen Archivalien den Kauf von Haushälften und ganzen Häusern in unmittelbarer Nachbarschaft aus, so dass zunächst genügend Raum für die Erweiterung der Werkstatt geschaffen werden konnte.
Am 15. März 1842 kam es zur Hochzeit von Andreas Ruth und Maria – Anna, geb. Kohler. Aus der Ehe gingen die Kinder Adolf, Maria-Albertine und Adelheid hervor. Bereits recht früh wurden insbesondere der Sohn Adolf und die Tochter Albertine zu brauchbaren Hilfen im Familien-Unternehmen. Beide durften eine gute und umfassende Ausbildung erfahren, was auch der späteren erfolgreichen Nachfolge (durch Adolf Ruth I) sehr zustatten kam. Die musikalisch offensichtlich besonders talentierte Tochter Albertine dürfte eine gute musikalische Ausbildung erhalten haben, jedenfalls wurde sie zur wichtigsten Musikzeichnerin des Unternehmens. Laut mündlicher Überlieferung sollen sich diese Begabungen und Fähigkeiten für Albertine Ruth jedoch zu einer zweischneidigen Angelegenheit entwickelt haben, weil der Vater über sie angeblich ein striktes Heiratsverbot verhängt haben soll, um damit zu verhindern, dass Albertine dem Unternehmen als Musikzeichnerin auf diese Weise verloren gehen könnte.

Um dem sich ändernden Zeitgeschmack Rechnung zu tragen, wurden bei Andreas Ruth immer öfters auch Drehorgeln angefertigt. Zunächst begann man mit kleineren Werken, nach und nach wurden dann aber auch immer größere Instrumente entwickelt und angeboten.

Ein schönes Exemplar einer Drehorgel, des kleinsten Katalogmodells Nr. 1, befindet sich heute in der Sammlung der Waldkircher Orgelstiftung. Das komplett restaurierte Instrument zeigt nicht nur den hohen handwerklichen Standard, wie er damals bereits in der Werkstatt Ruth gepflegt wurde, sondern belegt deutlich die Verbindungen und Einflüsse der Bruder Dynastie auf das Schaffen von Andreas Ruth. Bei der Konzeption seiner Orgeln hat er sich anfänglich an den erfolgreichen Entwicklungen und Produkten der Bruder Familien orientiert. Insbesondere die kleinsten und in direkter Folge aus dem Spieluhrenbau hervorgegangenen Drehorgel - Modelle mit 20 Tonstufen wurden seinerzeit von allen Waldkircher Orgelbaufirmen gefertigt. Obwohl von unterschiedlichen Firmen gebaut sind sich die Orgeln dieses erfolgreichen Typs teils zum Verwechseln ähnlich.

Aufgrund der damals laufend größer werdenden Karussells und unterschiedlichen Vergnügungsgeschäften der Schausteller und der damit verbundenen stetig steigenden Lautstärke, aber auch Ansprüche wuchs ab Mitte des 20. Jahrhunderts der Bedarf an größeren, attraktiveren und möglichst voll klingenden Instrumenten sehr stark. Diesem in gewisser Weise neu entstandenem Markt wendeten sich die verschiedenen Waldkircher Orgelbaubetriebe, so auch die Firma Ruth zu. Durch die Konzeption und den Bau entsprechender und stets größer, aufwändiger und attraktiver gestalteter Instrumente Instrumente entwickelten sich die Waldkircher Orgelbaufirmen immer mehr zu den vorangingen Lieferanten der Schausteller, aus Nah- und Fern. In einer kurzen Übergangsphase wurden die zuvor schon gebauten Drehorgeln in vergrößerten Ausführungen für Schausteller gebaut. Zunehmend wurden aber spezielle, ganz auf die Bedürfnisse der Schausteller zugeschnittene Instrumente konzipiert.   Mehrere gute Beispiele solcher, noch zu Lebzeiten von Andreas Ruth konzipierten und in der Turmstraße gebauten Instrumente können im Waldkircher Elztalmuseum besichtigt werden.  Anlässlich der vom 21. Juni bis zum 13.August stattfindenden Sonderausstellung wird u.a. ein derartiges Instrument, als Leihgabe der Kurt Niemuth Stiftung den Weg in das Waldkircher Elztalmuseum finden.
Drehorgel von Andreas Ruth Model 1 mit 20 Clavis
Eigentum der Waldkircher Orgelstiftung
Neben seinen eigentlichen, beruflichen Ambitionen wurde Andreas Ruth auch zu einem geachteten und wichtigem Bürger der Stadt Waldkirch. So war er sechs Jahre (1858 bis 1864) Mitglied des Bürgerausschusses (Beratungs-gremium des Waldkircher Gemeinderats) und von Ende 1870 bis Spätjahr 1877 Mitglied des Waldkircher Gemeinderats. Weitere Verdienste in der Stadt Waldkirch hatte sich Andreas Ruth aufgrund seiner Tätigkeiten im Gewerbeverein Waldkirch erworben. Hier gehörte er im Jahre 1863 zu den Gründungsmitgliedern und wurde kurz darauf in den Vorstand gewählt. In den Jahren von 1868 bis 1872 und 1877 bis 1879 fungierte Andreas Ruth als 1. Vorsitzender des Vereines.

„Großes Orgelwerk, für Caroussel-, Panorama- und Tanzsäle – Besitzer“ Orgel mir 50 Tönen, Modell Nr. 26
Eigentum der Kurt Niemuth Stiftung
Rechtzeitig hat sich Andreas Ruth schließlich auch um den Fortbestand des Unternehmens gekümmert. Interessanterweise kann man schon recht früh die Firmierung „A. Ruth & Sohn“ auf den, noch unter Leitung von Andreas Ruth gebauten Instrumenten finden. Offensichtlich gestaltete sich die Übernahme des Unternehmens als ein harmonischer, sich allmählich über Jahre entwickelnder Prozess.
Bereits im Alter von 54 Jahren verständigte sich Andreas Ruth mit seiner Frau auf eine teilweise Übergabe des Besitzes in der Turmstraße an die Kinder Adolf und Albertine in Form einer Schenkung. Andreas Ruth behielt aber das elterliche Wohnhaus und alle notwendigen Rechte, um nach Wunsch und Möglichkeit in seiner Werkstatt weiter mit arbeiten zu können.

Adolf Ruth I konnte in vorausschauender Weise im Jahre 1884 ein großes Grundstück „auf dem Amtsfeld“ an der heutigen Adenauerstraße in der Nähe des Bahnhofes erwerben. Hier entstand ein zeitgemäßes, großzügiges Anwesen, bestehend aus Firmengebäude, Wohnhaus, Lagerplatz u. Holzschuppen. Das seinerzeit bestens etablierte Unternehmen wurde am 23. Oktober 1887 unter dem schon lange verwendeten Namen „A. Ruth & Sohn“ in das Handelsregister in Waldkirch eingetragen und sollte, zunächst unter der Leitung von Adolf Ruth I und später von dessen Sohn Adolf Ruth II weltweiten Ruhm erlangen und schließlich mit die schönsten, größten und höchst entwickelten Konzertorgeln überhaupt erschaffen.

Man kann sicher davon ausgehen, dass Andreas Ruth beruhigt und mit großer Zufriedenheit auf eine erfolgreiche Zukunft seiner Kinder hoffen konnte, als im Alter von 71 Jahren am 9. Oktober 1888 sein erfülltes Leben endete.

Der nachfolgend zitierte Zeitungsartikel vom 11. Oktober 1888 gibt einen guten Eindruck vom Ansehen welches Andreas Ruth in seiner Heimatstadt Waldkirch genoss:
„ Waldkirch,  10. Okt. Herr Orgelfabrikant Ruth sen. hier wurde gestern plötzlich auf dem Friedhof, als er sich bei der Beerdigung eines Arbeiters betheiligte, von Unwohlsein ergriffen und verschied rasch darauf in den Armen seines herbeigeeilten Sohnes. Allgemeine Bestürzung bemächtigte sich der ganzen Trauerversammlung ob dieses unerwarteten Hinscheidens eines der geachtetsten Mitbürgers hiesiger Stadt. Möge die allgemeine Theilnahme, welche sich in allen Kreisen kund gibt, den schwergeprüften Hinterbliebenen einigen Trost in ihrem tiefen Leid gewähren.“

Stefan Fleck, Waldkirch



Ausschnitt einer Seite aus der Festschrift zum „50jähr. Jubiläum des Gewerbevereins Waldkirch i. Breisgau – 1913“
Original im Archiv der Stadt Waldkirch
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